Franz Luby (1902 St. Pölten – 1989 St. Pölten)

Der in St. Pölten geborene Künstler, der als Kind mit seinen Eltern nach Wien übersiedelte, besuchte in den Jahren 1919-1922 die staatliche Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.

1947 war er Mitbegründer und bis 1954 auch Leiter des "Neuen Hagenbundes", einer Wiener Künstlervereinigung, die in der Zeit zwischen den Weltkriegen als eine der fortschrittlichsten in Österreich galt.

Später gehörte er auch in zweiter Generation zur Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Dieser Begriff steht für eine Strömung in der Kunst, die dem Surrealismus nahesteht. Die Malweise ist nicht abstrakt, sondern orientiert sich an der technischen Perfektion der Alten Meister, die Motive sind phantastisch-unwirkliche Kreationen. Ab der ersten gemeinsamen Ausstellung 1959 in Wien, der bald weitere Ausstellungen auch im Ausland folgten, erzielte die Wiener Schule des Phantastischen Realismus ihren Durchbruch zu internationaler Bedeutung.

Trotz der Nähe zu dieser „Schule“ blieb Luby doch ein Einzelgänger. Teil seiner Bildsprache ist nicht selten die Darstellung menschlicher Schwächen, hintergründig beobachtet und mitunter mit bissigem Humor.

 

 

 

 

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